Ausbau K 1607 zwischen Rielingshausen und der L 1115

Ausbau K 1607 zwischen Rielingshausen und der L 1115, Hardtwaldkreuzung

 

Das Landratsamt Ludwigsburg hat im Frühjahr 2018 die Sanierung der K 1607 zwischen Rielingshausen und der
L 1115 / Hardtwaldkreuzung öffentlich ausgeschrieben und Lukas Gläser als günstigsten Bieter den Auftrag
hierzu erteilt. Die Fahrbahn war aufgrund fehlender Tragfähigkeit, zu geringer Fahrbahnbreite und steigender
Verkehrsbelastung dringend sanierungsbedürftig. Die Trasse führt auf einer Länge von 2.300 m größtenteils
durch den Hardtwald. Nahezu in der Mitte der Baustelle befindet sich die Gräfenklinge mit einer Tiefe von ca. 7
Metern. Hier sollte ein kompletter Bodenaustausch, Bodenverbesserung und Wiedereinbau unter Einsatz von
einer Erdverbundkonstruktion „Bewehrte Erde“ stattfinden.

Im Zuge der Arbeitsvorbereitung musste nun vor Allem die Durchführung der Erdarbeiten sorgfältig geplant
werden. Hierzu dachte man zunächst an der Einsatz unserer GPS-unterstützten Geräte. Die war aber aufgrund
der Lage im Wald und fehlendem Empfang zu den Satelliten nicht möglich. Aus diesem Grunde entschied man
sich zum Einsatz von tachymeter-unterstützter Maschinensteuerung. Hierzu mussten drei unserer Erdbaugeräte
auf die neue Technik aufgerüstet werden. Die Umsetzung erfolgte dann kurzfristig vor Baubeginn unter Aufsicht
und Verantwortung unserer Vermessungsabteilung. Die Durchführung der Erdarbeiten erforderte auch eine
sorgfältige Planung zur Verteilung der Erdmassen innerhalb der Baustelle. So erfolgte die Aufteilung in zwei
Bauabschnitte getrennt durch die Gräfenklinge.

Die Arbeiten begannen nun im Bereich der Gräfenklinge und parallel im Bauabschnitt 1 Richtung
Hardtwaldkreuzung. Der ausgebaute Boden wurde auf einer Zwischenlagerfläche im Bereich der Reitanlage
Rielungshausen gelagert, dort mit Mischbindemittel verbessert und wieder in den Auftragsbereichen eingebaut.
Schnell erwies sich die eingesetzte tachymeterunterstützte Maschinensteuerung als sehr gut und rationell. So
konnte auf manuelle Absteckung gänzlich verzichtet werden und der Bauablauf war nahezu reibungslos.

Nach zeitgleicher Fertigstellung der Gräfenklinge und des Bauabschnittes 1 bis zu 1.Lage der Schottertragschicht
wurden die Geräte komplett in den Abschnitt 2 Richtung Rielingshausen umgesetzt, um dort die Erdarbeiten
auszuführen. Bei trockener Witterung und unter hohem Einsatz der vor Ort befindlichen Mitarbeiter und
Maschinentechnik wurden die Erdarbeiten wie im Bauzeitenplan vorgesehen fristgerecht Mitte Oktober
fertiggestellt.

Danach wurden durch Einsatz von Mitarbeitern unserer Abteilung Betonsanierung Fundamente für
die Schutzplankenkonstruktion im Bereich der bewehrten Erde erstellt. Parallel wurden die Schottertragschichten,
Gehwegausbau im Bereich der Sportanlagen, Oberbodenarbeiten und die Anschlüsse der angrenzenden Wege
hergestellt. Der Einbau der circa 6.000 Tonnen Asphaltmischgutes erfolgte dann Mitte November geliefert von
unserer Asphaltmischanlage aus Zwingelhausen. Anschließend mussten noch Restarbeiten, wie die Herstellung
von Banketten, Setzen von Leitpfosten und Schildern ausgeführt werden.

Am 21.12.2018, nach nur 4 Monaten Bauzeit, wurde die Strecke mit großem Lob des Auftraggebers
abgenommen und ist seither in Benutzung. Witterungsbedingt konnten Restarbeiten wie Fahrbahnmarkierung
und Rasenansaat erst im Frühjahr 2019 ausgeführt werden.
Auch bei diesem Projekt zeigte sich die Schlagkraft unseres Unternehmens mit seinen Mitarbeitern. Danke gilt
Allen, die zum Gelingen dieser Baumaßnahme beigetragen haben. Sehr wichtig war auch hier die
Zusammenarbeit mit dem Steinbruch, die uns bei der Rodung, Zwischenlagerung von Material und
Bodenannahme unterstützte.