Die Landeshauptstadt wieder mit viel blauer Farbe

Die Abteilung Bau- und Betonsanierung ist in Stuttgart eine feste Größe

 

Wie bereits in 2017 waren die Männer im Bereich Instandsetzung hauptsächlich in Stuttgart tätig. Im Hauptsitz der
Daimler AG in Untertürkheim wurde der 2. Bauabschnitt der Brücke über der Teststrecke saniert. Polier Roland
Christner und sein Team erneuerten die Fahrbahn. Zuerst wurde mit Meißelbagger die Betonoberfläche entfernt.
Nach Instandsetzung des Konstruktionsbetons wurde mit 60 Tonnen aufwendiger, komplizierter, von Hand
eingebauter Bewehrung die neue 1.000 m2 große Fahrbahnplatte mit großen Mastpumpen betoniert (450 Tonnen
Beton). Außerdem wurde eine speziell konfektionierte Dehnfugenkonstruktion eingebaut und die Abfahrtsrampen für
die Testfahrten der kommenden Erlkönige und der Formel 1 Rennwagen beschichtet. Weil dort absolutes Fotoverbot
ist, können wir leider keine Bilder zeigen.

Mehrere wichtige Verkehrsadern der Landesmetropole waren durch Baustellen von Lukas Gläser im Brennpunkt.
Eckhard Christner war in der Heilbronner Straße Richtung Pragsattel für die Instandsetzung der Mauer am SSB-
Tunnel verantwortlich. Mit Unterstützung der Verkehrssicherungsabteilung musste täglich die Fahrspursperrung
morgens auf- und abends abgebaut werden. Die Stemm-, Strahl- und Spritzbetonarbeiten direkt neben dem Verkehr
waren hier eine besondere Herausforderung.

Jungpolier Fabio Correia da Silva stand mit seiner Crew bei der Sanierung der Gaisburger Brücke im Brennpunkt
nahe dem Cannstatter Wasen, der Hanns-Martin-Schleyerhalle, der Porsche-Arena und der Mercedes-Benz-Arena.
Neben der Beeinträchtigung des Autoverkehrs musste auch mit einem Alarmplan der Schiffsverkehr auf dem Neckar
beobachtet und geschützt werden. Zudem durften unsere Verkehrssicherer mehrmals die Sperrungen für die Zu- und
Abfahrt bei Konzerten von den Rolling Stones, Helene Fischer oder den Toten Hosen umbauen. Wie so oft wurde
während der Ausführung die Planung durch neue Erkenntnisse am Bestand verändert, angepasst und optimiert.

Auch an der Brücke am Österreichischen Platz wurden die blauen Banner „Mobilität braucht Wege“ aufgehängt.
Nach Ausbau des Asphalts und Abbruch des bewehrten Schutzbetons wurden mehrere tausend Löcher in den
Konstruktionsbeton gebohrt. Mit Unterstützung unserer Vermesser Carolin Möhle und Elias Reuther wurde dann
jeder Schubanker genau auf die erforderliche Höhe eingeklebt, damit der neue Gefällebeton im geplanten
Nivellement mit einer großen Betonpumpe eingebaut werden konnte. Beim Erneuern der 20 Meter langen
Übergangskonstruktion war ebenfalls die Realisierung der vermessungstechnischen Randbedingungen die größte
Herausforderung. Das Höchstdruckwasserstrahlen mit unserer 2.500 bar-Anlage und der anschließende
Spritzbetonauftrag an der Untersicht waren dann schon eher Routinearbeiten.

Das war aber noch nicht alles in Stuttgart. Das Parkhaus des Süddeutschen Rundfunks in der Villa Berg erhielt eine
neue Beschichtung wie auch das Parkhaus im Roßbollengässle. Im Großmarkt konnte bei der Betonträgersanierung
nur nachmittags gearbeitet werden. Im Verkaufschaos in den Morgenstunden wäre dies unmöglich gewesen. Dafür
konnten die Instandsetzungsarbeiten im Heslacher Tunnel und im Planietunnel nur in der verkehrsarmen Zeit in der
Nacht erfolgen.

Als Jahresunternehmer des Tiefbauamtes wurden noch mehrere Geröllschächte in Hedelfingen auf Vordermann
gebracht und eine Treppenerneuerung auf dem Cannstatter Wasen konnte gerade noch rechtzeitig vor dem
Volksfest fertig gestellt werden. Durch das neue Engagement bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG werden jetzt
noch eine Fahrzeughalle im Stadtteil Möhringen und ein Aufzugsschacht im Stadtteil Gablenberg saniert.

Wir schreiben also weiter an der Erfolgsgeschichte in der Landeshauptstadt. Die vielen Werbebanner lassen
Stuttgart in ganz neuer Farbe erscheinen: RAL 5010 – Lukas-Gläser-Blau ist in.